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Die 1. Weihnachtsgans …

Juli 7, 2010

… die wir uns vergangenes Weihnachten kauften, bestand fast nur aus Haut und Knochen. Obwohl unser Angestellter, den wir losschickten um ein schlachtreifes Exemplar zu kaufen versicherte, dass es sich um eine wirklich gut gemästete Gans handelt. Dies war für uns sehr enttäuschend.

Somit stand für uns fest, dass wir uns unseren eigenen Geflügelhof zulegen werden. Dies haben wir in den vergangenen Wochen in Angriff genommen. Nun muss noch ein Teich ausgehoben werden. Dann kann der neue Stall von Gänsen, Puten und Enten bezogen werden. 

Geflügelstall   Stall für Enten, Gänse und Puten 

Neuer Geflügelstall

Pa´i Puku

Juli 4, 2010

Seit dem Besuch eines katholischen Theologen, der hier in Paraguay eine Biographie über einen im Chaco arbeitenden Missionar mit selbigem Spitznamen schrieb, wissen wir, dass dieser Name in Guarani “großer Mann” bedeutet. 

Vorher kannten wir diesen Namen nur über eine Firma, wo wir unser Calcium und Magnesium für die Strausse herbeziehen. Dann bekam der Name Pa´i Puku noch eine andere Bedeutung.

Ein ehemaliger Mitarbeiter (deutschsprachig) der hier in Paraguay geboren ist, im Chaco aufwuchs, sich “sehr gut” hier auskennt und große Erfahrung im Baugewerbe hat, kaufte damals 700m Wasserleitungsrohre, bei einer Firma auch mit dem Namen Pa´i Puku in Mariano Roque Alonso. Seine Aussage war dies seien die günstigsten und besten Wasserleitungen, die man in Paraguay bekommt. Nach Verlegen der selbigen hielten sie auch wahrhaftig einige Monate lang gut. Dann fingen die Probleme an, dass immer wieder Wasserrohrbrüche waren. Nachdem wir im Monat im Durchschnitt 3 bis 4 Wasserrohrbrüche reparieren mussten, reichte es uns irgendwann und wir haben 300 m aus dem Boden herausgerissen und neu verlegt. Diesmal entschieden wir uns für die Firma Tigre aus Brasilien. Seitdem haben wir Ruhe. Die restlichen 400 m haben wir dem ehemaligen Mitarbeiter wieder zurückverkauft. 

 

Ausgraben der alten Wasserleitung 1Ausgraben der alten Wasserleitung

Jemand der sich mit Kunstofftechnik auskennt und weiß, dass sehr viel Altkunststoff verarbeitet wird, kennt die Problematik, dass nach einer gewissen Zeit die Weichmacher aus dem Plastik ausdünsten und dieser dadurch kaltspröde wird. Die Rohre platzten zum Teil der Länge nach auf ohne Einwirkung von äusserer Gewalt. Die Rohre liegen 50 cm in der Erde bei einem Wasserdruck von max. 4,5 bar.

 

 

Bald gibt´s Straußenfleisch!!!

Juni 28, 2010

    Straußenküken    Jungstrauße    Jungtiere  

Von unseren ersten, eigenen Straußen die wir im Jahre 2007 mit 4 Monaten gekauft hatten ziehen wir nun die ersten Schlachtstrauße groß.

Da es einige Jahre benötigt, um eine Straußenfarm aufzubauen freuen wir uns, dass sich die ersten Erfolge einstellen.

Die Straußenhennen beginnen mit ungefähr 2 1/2 Jahren Eier zu legen. Die Hähne werden erst ein Jahr später geschlechtsreif.

In der Vergangenheit hatten wir schon einige Straußenprodukte wie z. B. Eierlikör, Spätzle aus Straußeneiern, bemalte Eier, Staubwedel aus Straußenfedern (von verstorbenen Tieren, z. B. durch Blitzschlag ) sowie einige Kunstgegenstände aus Straußeneierschale.

Die Tiere auf den Foto´s sind aktuell 8 Monate alt. Sie werden mit 14 Monaten geschlachtet und haben dann ein Lebendgewicht von ca. 90 kg.

Erstaunlich ist, wie schnell diese Tiere wachsen. Innerhalb von einem Jahr verzehnfachen sie ihre Größe und verhundertfachen ihr Gewicht.

In der Relation dazu wäre ein Mensch bei einer Geburtsgröße von 50 cm und 3500 gr innerhalb eines Jahres 5 Meter groß und 350 kg schwer.

Von Traurigkeit keine Spur …

Juni 25, 2010

Feuriger Mexicaner 

     

… zeigten die 24 schon etwas älteren  und meist verwittweten Damen samt einem siebzigjährigen Herrn, der an diesem Tag Hahn im Korb sein durfte. Sie kamen am Vormittag mit einem Reisebus aus Asuncion an und verbrachten einen “Dia de Campo” auf unserer Farm. Für Unterhaltung war bestens  gesorgt, brachten sie doch ihre eigene Musik und Unterhaltungskünstler mit.

 Las Paraguayas

     

 

 Sie amüsierten sich prächtig und schwangen am Nachmittag selbst das Tanzbein.  

 Begeistertes Publikum

Doch leider hieß es am späten Nachmittag wieder Abschied zu nehmen!

 

Ciao! Hasta la proxima!Durchs Tor 

Zum Ende der Brutsaison …

Juni 1, 2010

Strausseneiernest

 

…  und um den Straußen auch ein Erfolgserlebnis zu gönnen lassen wir ihnen die Eier zum selber ausbrüten. Wir sind jedenfalls gespannt, ob wohl ein paar Küken rauskommen?!?

  Stolzer Hahn verteidigt sein Nest

So eine Schweinerei !!!

Mai 14, 2010

8 kleine weiße FerkelchenDie Milchbar ist eröffnet

 

Zwei Tage vor dem errechneten Geburtstermin am 07. Mai war es soweit. Unsere beiden Säue haben geferkelt. Die eine 9 und die andere Sau 13 Ferkel. Dafür dass es das 1. Mal war, sind wir mit der Anzahl der Ferkelchen mehr als zufrieden. Zwei Ferkelchen haben es leider nicht geschafft. Diese waren auch sehr klein. Und trotz der massiven Hilfe unsrer jüngsten Tochter, die kleinen Anzulegen sind sie in der 1. Nacht gestorben.

Zwölf bunte Ferkelchen Lilly legt die Ferkelchen an Lilly und die Ferkelchen Acht kleine weiße Ferkelchen

Lothar hat für die Ferkel Wärmelampen installiert, da der Wind am Freitag auf Süd gedreht hatte und es nachts so um die 11 Grad kalt war bzw. noch ist. Ebenso wurden die Ferkelabteilungen dick mit Stroh ausgepolstert. Die letzten Male haben wir immer Ferkel verkauft, was wir aber diesmal nicht mehr machen sondern wir werden alle groß ziehen und selber schlachten. Zwei der Ferkel müssen wir noch an die Besitzer des Ebers abgeben. Dies ist die übliche Bezahlung in Paraguay für die schweinischen Liebesdienste.

Alle die uns Anfang nächsten Jahres besuchen kommen können also damit rechnen, Schweinefleisch aus eigener Zucht zu bekommen.

… und wieder einmal Moshi …

Mai 2, 2010

 

Moshi mit dicker Backe   Moshi mit seinem Trichter

… Anfang Dezember des vergangenen Jahres hatte Moshi ein dickes Eitergeschwür an seiner linken Backe. Er wurde operiert und gleichzeitig entnahm man ihm Blut für eine Blutanalyse. Bei dieser Analyse wurde er auf Leishmaniose positiv getestet.

Um unseren Moshi nicht zu verlieren kauften wir ihm ein teures Medikament mit dem Namen Impavido, welches unserem Schäferhund Evo auch geholfen hatte. Nur was man uns nicht verraten hatte, die Dosierung jeder einzelnen Kapsel war damals um das 5-fache höher. Statt 10 mg Miltefosina waren 50 mg pro Kapsel enthalten. Der Preis für eine Packung belief sich damals auf ca. 2,3 Millionen Guaranies. Für die Packung mit 10 mg zahlten wir immer noch 1,7 Millionen Guaranies. Nur mit dem Unterschied, dass man nun noch hätte 4 weitere Packungen zusätzlich kaufen müssen.

Diesen Preis (6,8 Millionen Gs zusätzlich) waren wir jedoch nicht bereit zu bezahlen. So überlegten wir, was wir noch tun könnten.

Nur wenige Wochen zuvor hatte ein Gast ein Buch über Alternativmedizin dabei, welches wir gelesen hatten. Es hieß ”MMS – Der Durchbruch” von Jim Humble. Es handelt sich hierbei um Tropfen die aus Natriumchlorit und einer Lösung aus Zitronensäure hergestellt werden.

So flößten wir Moshi 4 Wochen lang 3 x täglich diese Tropfen ein und hofften auf Besserung. Stattdessen ging es Moshi immer schlechter. Er war sehr schlapp, lag nur noch herum und er magerte sehr sehr ab. Zusätzlich hatte er noch Parasiten, was wir an seinem schleimigen und blutigen Stuhl erkannten. Wir holten den Tierarzt aus dem Dorf, der ihm ein Antiparasitenmittel spritzte und dabei entdeckte, dass Moshi´s Backe an der gleichen Stelle wie im Dezember dicker wurde.

Diesmal ging es rasend schnell. Innerhalb von einer Woche war dies eine dicke fette Knolle. Wir stellten uns die Frage ob wir Moshi nicht besser einschläfern lassen sollen.

Im Internet las ich, dass es ein weiteres Mittel zur Behandlung von Leishmaniose gibt. Dieses Mittel heißt Glucantime und ist nicht ganz so teuer wie Impavido.

Wir brachten Moshi zu Doktor Weiss nach Asuncion zur Behandlung. Dieser erklärte uns, dass er Moshi so auf keinen Fall behandeln kann. Er bräuchte erst die Leber- und Nierenwerte. Dann kann er sagen, ob der Hund die OP überhaupt überstehen würde bzw. ob eine Leishmaniosebehandlung mit Glucantime erfolgreich sein könnte.

Um die Geschichte kurz zu machen, wir konnten Moshi am nächsten Tag bei Dr. Weiss in Asuncion abholen. Die dicke Eiterknolle wurde ausmassiert und wir bekamen 2 Packungen Glucantime (Kosten 800.000,-) Gs  mit um die Leishmaniose zu behandeln. Er bekommt nun täglich eine Spritze mit 3,5 ml Glucantimelösung. Schon nach 2 – 3 Tagen konnten wir die ersten Anzeichen einer Besserung sehen. Inzwischen hat er schon wieder sehr an Gewicht zugelegt und auch sein allgemeiner Zustand hat sich sehr verbessert. Er hat Appetit, ist ausgelassen, geht morgens und abends wieder den Rundgang ums Gelände mit und tobt mit seiner Hundefreundin Condi herum.

Wir sind jedenfalls sehr froh darüber, dass es unserem Moshi trotz Leishmaniose positiv wieder gut geht und wir ihn nicht einschläfern lassen mussten.

         Moshi im Garten

Toby und die Schokoladenfabrik …

April 25, 2010

    

… am Freitag, den 09. April war es soweit. Tobias Müller, ein Schweizer, der am 24. Juni 2009 mit seiner Familie in Paraguay einreiste, feierte die Einweihung seiner Schokoladenfabrik “Premium Sabores”.

Eröffnungsrede 

Mit einer feierlichen Eröffnungsrede wurde kurz die Lebensgeschichte von Tobias, seine Leidenschaft zur Schokolade und seinem Bezug zu Paraguay erzählt.

Eröffnungsrede von Salvador Invernizzi

Auch der Wirtschafts-Vizeminister (viceministro de industria) Salvador Invernizzi hielt eine kurze Eröffnungsrede, in der er den Mut und das Engagement der Familie rühmte und ihnen allen Erfolg mit ihrem kleinen Unternehmen wünschte.

 Führung durch die Produktionsstraße Röstmaschine für Haselnüsse Walzmaschine Tobias an der Abfüllanlage für Schokocreme 

Im Anschluss daran gab es für die zahlreichen Besucher eine Führung durch die Produktionsstätte, wo jeder eine Kostprobe der leckeren Schokoladencreme erhielt.

 Musikband Genaro Caniza

Für das leibliche Wohl der Gäste wurde bestens gesorgt. Eine Musikband aus Altos spielte bis in die späten Abendstunden. 

Wir freuen uns, dass Familie Müller es innerhalb von nicht einmal 10 Monaten geschafft hat ihre Fabrikhalle, die Produktionsstraße und den Vertrieb ihres Produktes, eine Schokoladencreme als Brotaufstrich aufzubauen und zu vermarkten. Besonders freuen wir uns jedoch, dass es Leute sind, die einen Betrieb aufbauen und so einen positiven Beitrag leisten, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu steigern.

Wir Wünschen ebenfalls allen nur möglichen Erfolg!!!

Schokocreme "Choconut"

Premium Sabores, Nueva Colombia, Barrio Maria Auxiliadora, Camino a Paso Pe No. 151, Dep. Cordillera,

Telefon 0570 216 101

Unser 1. Traktor

April 21, 2010

 Unser 1. Traktor

Um dem wuchernden Gras auf den Straussenweiden Herr zu werden haben wir uns im Januar einen kleinen Rasenmähertraktor von John Deere zugelegt.

 

Auf der Straussenweide

Da wir doch recht große Flächen zu mähen haben ist es so ganz das “Optimale”  nicht, aber es funktioniert soweit gut. Mit seiner Schnittbreite von 1.2 m und 22 PS mäht er doch ordentlich was weg. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass man mit dem kleinen Rasenmähertraktor recht dicht um Bäume und sonstige Hindernisse mähen kann.

… wie die Zeit vergeht …

April 18, 2010

… schon mehrfach wurden wir nun darauf aufmerksam gemacht, dass seit Wochen kein  Eintrag auf unserem Online-Tagebuch eingestellt wurde.

Dies lag daran, dass wir in der Nachsaison noch sehr viel Arbeit hatten und zu unserem Gästebetrieb-Alltag zusätzlich der normale Schulalltag hinzukam. Wir fanden schlicht und einfach keine Zeit, um Einträge ins Tagebuch zu machen. 

Nun ist die Saison so gut wie abgeschlossen, und wir werden die vergangenen uns wichtigen Ereignisse  ein wenig nachholen. 

 

 

 

 

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