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Restaurant & Gästezimmer …

Dezember 1, 2011

… im Juli konnten wir dann mit dem Bau eines Restaurantes, 5 weiteren Gästezimmern und einer Wäscherei beginnen.

Uns erschien der geeignetste Platz für das Restaurant unter den grossen Mangobäumen.

Welches ist wohl der beste Platz? IMGP9281 Térerépause nach anstrengenden Pickarbeiten im Fels. Fundamentstreifen Die Aufmauerarbeiten schreiten zügig voran. Es geht voran!

Die vergangenen Monate …

November 21, 2011

… haben wir uns nicht auf die faule Haut gelegt, sondern waren damit beschäftigt, einige schon seit ca. 2 Jahren geplanten Bauvorhaben in die Realität umzusetzen. Geplant waren ein Schlachthaus, weitere Gästezimmer, eine Wäscherei sowie ein Restaurant. Ende Mai fingen wir mit dem Bau des Schlachthauses an.

Wir haben uns lange dagegen gesträubt dieses Gebäude zu errichten, da es nicht einfach ist, Tiere mit denen wir auf der Farm leben und die wir selbst aus den Eiern geholt haben, zu schlachten bzw. schlachten zu lassen.

Nachdem wir lange nach Alternativmöglichkeiten gesucht haben und keine uns befriedigende Möglichkeit fanden, die Tiere ausserhalb schlachten zu lassen sowie das Fleisch zu verarbeiten und zu verpacken, mussten wir uns zu diesem Schritt entschliessen.

Leider kennt sich in Paraguay nach unseren Recherchen keiner wirklich mit Strauße aus und niemand konnte den hohen für Straussenfleisch erforderlichen Hygienestandard einhalten.

Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen, nach einem 3-Kammer Schlachtsystem zu arbeiten. Das heißt ein Tötungsraum, einen Raum für die Häutung, Aufbrechen und Grobzerlegung sowie einen Verpackungs- und Zerlegeraum.

Die erstgenannten zwei Räume können bis auf 16 Grad Celsius klimatisiert werden, der Verpackungsraum kann bis auf 7 Grad Celsius heruntergekühlt werden.

Um effektiv zu arbeiten sind in dem Schlachthaus 3 Kühlkammern untergebracht die bis auf 0,5 Grad kühlen können und zusätzlich eine Tiefgefrierkammer bis – 18 Grad.

Desweiteren sind noch Sozialräume, Toilette und Duschen sowie ein kleines Depot in dem Schlachthaus untergebracht.

Die Fläche der gesamten Schlachtanlage beträgt ca. 140 qm. Bis auf wenige kleine Arbeiten ist dies nun vollständig abgeschlossen, so dass wir in Kürze beginnen können die ersten Strauße zu schlachten.

Vorbereitungen fuer den Bauplatz Ausgleich des Gefaelles Die Fundamentstreifen sind gelegt Aufmauern der Fundamente Fertigstellung oberer Ringanker Abschluss der Maurerarbeiten

… und wieder einmal, wie kann es anders sein … Tigo …

August 26, 2011

 

… der Internet-Anbieter “tigo” ist für uns inzwischen zu einem dunkelroten Tuch geworden.

Internet funktioniert mal wieder nicht. Klarer Fall, das muss am Computer liegen. Warum? Weil es für uns keinen ersichtlichen Grund gibt, warum das Internet sonst nicht funktionieren könnte.

Unsere Töchter, die ja inzwischen alle Lap-Tops besitzen bleiben in der Stadt und so kann es uns nicht auffallen, dass auch hier das Internet nicht funktioniert.

Also bringe ich am nächsten Tag den Computer zum durchchecken nach Asuncion.

Als ich ihn am Nachmittag dann abholte und ich nichts für die Revision bezahlen musste fragte ich, was der Computer denn hatte? Die Antwort war, nur ein kleines Softwareproblem, das würde nichts kosten.

Am Abend zu Hause angekommen, den Computer wieder betriebsbereit eingestöpselt und voller Erwartung, endlich mal wieder ins Internet zu kommen stelle ich enttäuscht fest, es funktioniert immer noch nicht.

Die Antenne zeigt volle Empfangstärke an aber keine Verbindung möglich. Nachdem nun unsere Töchter auch zu Hause waren und feststellten sie kämen nicht ins Internet dämmerte mir langsam.

Tigo hat das Internet abgestellt!!!

Dann kommt das Blut in Wallung und der Haß auf  Tigo steigt langsam wieder auf. 

Das Spiel beginnt von vorn. Am nächsten Tag bei Tigo anrufen, fragen was jetzt wieder los ist und warum sie das Geld nicht vom Bankkonto, wo man doch einen Dauerauftrag zur Abbuchung der monatl. Gebühr ausgefüllt, unterschrieben und abgegeben hat, abbuchen.  Und das schon vor über einem Monat.

Die Antwort von Tigo: “Da müsste ich wohl nochmals einen ausstellen!” Frechheit!! Unser Angestellter bekam die Anweisung, die Tigo-Rechnung sofort vor Ort zu bezahlen und siehe da, innerhalb weniger Minuten funktionierte wie durch Wunderhand das Internet wieder.

Warum ich dies schreibe? Ganz einfach! Um zu zeigen, wie man hier als Kunde behandelt wird. Die Schlampigkeit der eigenen Leute wird an den Kunden weitergegeben und der Kunde steht wieder als der Blöde da. Denn “der Kunde ist hier nicht der König sondern der Bittsteller!” Das muss man einfach begreifen.

Und die vom Computerladen sagen einem auch nicht die Wahrheit, dass der Computer kein Problem hat. Da wird es dann auf die Software geschoben! Es war noch gnädig, dass für das Anschließen und Durchchecken keine Gebühr erhoben wurde.

 Tigo ist im Moment noch der größte und flächendeckend meist verbreitete Internet-Anbieter in Paraguay. Eines steht für uns fest, sobald es einen anderen Internet-Anbieter gibt werden wir wechseln. Nur ob der andere Internet-Anbieter eine bessere Geschäftspolitik hat, diese Frage bleibt wohl offen!

Ein Sonntag Nachmittag in Paraguay …

August 24, 2011

… über Lange Weile konnten wir uns seit wir in Paraguay leben nicht beklagen. Immer hat man/frau was zu tun und oft kommt unvorhergesehenes. Wie an vergangenem Sonntag, den 14. August.

Ein Gast erzählte uns am frühen Mittag, dass sie gesehen hätte, wie auf einer Zuchtweide 2 Strauße zusammengestoßen wären. Es hätte einen mächtigen Schlag gegeben, wie wenn einer mit der Pistole schießt und nun schafft es die Henne nicht mehr aufzustehen. Zur Information; ein Strauß wird bis zu 70 km/h schnell.

Wir gingen auf die Weide um uns die Henne anzusehen. Es sah nicht gut aus und ich ging los um Messer für eine Notschlachtung zu holen. Als ich wieder mit unserem Pick up und den Messern zurück war, war jedoch die Henne bereits tot.

So ein ausgewachsenes Jung-Zuchttier stellt doch einen gewissen Wert dar und so ist dies für uns natürlich auch ein wirtschaftlicher Verlust. Um wenigstens noch die Federn, Fett und die Haut zu retten, mussten wir die Henne von der Straußenweide holen und auf unseren Pick up verladen.

Wie es aber im Leben so ist, ist gerade dann, wenn man Hilfe benötigen würde natürlich das Personal nicht da. Also hieß es selber anpacken. Doch die Henne war zu schwer und zu zweit schafften wir es nicht. Wir riefen unsere Tochter Michelle hinzu. Zu dritt schafften wir es dann das Tier auf die Ladefläche des Pick up zu hiefen und zur Scheune (Tinglado) zu fahren. Dort angekommen wurde das Tier dann an beiden Beinen mittels eines Flaschenzuges aufgehängt, gefedert und die Haut abgezogen.

Der Strauß wird an die Scheunentenne aufgehängt

 Da wir in solchen Dingen noch nicht so sehr geübt sind verbrachten wir den ganzen Sonntag Nachmittag mit dieser Aktion.

  Die Haut wird abgezogen

Die Schenkel waren voller Blutergüsse und beide Schenkelknochen waren gebrochen und zersplittert.

Was muss das Tier für Schmerzen gehabt haben!!!

bald haben wir es geschafft

Das Straußenfett wird noch herausgeschnitten. Dies werden wir zu Hautcreme verarbeiten.

Das Straußenfett wird noch herausgeschnitten

Unsere Tochter und deren Freundin gruben ein großes tiefes Loch in welches die Henne dann hineingelegt und wieder zugegraben wurde. 

  Der Weg zum Friedhof

 

 

Fazit: Es gibt schönere Sonntag-Nachmittags-Beschäftigungen!!!

 

 

 

In welcher Dosierung trinkt man Straußeneierlikör …

Juli 25, 2011

… oder Straußeneierlikör als Medizin???

Vor ein paar Wochen bekam ich eine SMS aufs Handy, wo man in Asuncion  unseren Eierlikör kaufen könnte. Ich antwortete, dass wir diesen auf Bestellung nach Asuncion bringen könnten, bisher jedoch  noch keinen Verkaufsladen in Asuncion haben.

Der Herr bestellte direkt eine Flasche zum probieren.

Bei der Auslieferung bekam ich dann die Frage gestellt, in welcher Dosierung man diesen denn trinkt. Ich musste mir das Lachen sehr verkneifen, denn das muss jeder wohl selbst wissen.

Der Herr erklärte mir jedenfalls dass er den Eierlikör am Morgen als Medizin einnehmen wolle um sich zu stärken. Ich gab ihm den Rat, nicht mehr als 2 – 3 cl, also ein Schnapsgläschen voll zu trinken da Eierlikör doch ein hochprozentiges Getränk ist und es sicher nicht ratsam wäre angetrunken den Tag zu beginnen. 

Eierlikör als Medizin?

Straußen-OP

Juli 12, 2011

Vor ca. 1 1/2 Wochen hatten 2 Straußen-Jungtiere auf ihrer Weide, den Spuren nach zu urteilen, vermutlich ein kleines Kämpfchen ausgefochten. Beide Tiere waren verletzt. Der eine hatte eine kleinere Wunde im Halsbereich kurz unterhalb des Kopfes, wo ein Hautfetzen in Form eines Dreiecks abstand, der andere eine längliche Wunde von ca. 10 cm seitlich ungefähr in der Mitte des Halses.

Bei der abendlichen Fütterung sah unser Capataz die Bescherung und rief uns an. So kamen wir natürlich sofort auf die Weide um die Tiere zu begutachten.

Die Tiere wurden mit Futter angelockt und dem stärker verwundeten Strauß eine Fangkappe übergestülpt so dass wir die Wunde genau inspizieren konnten.

Es war nicht nur die Haut abgeschürft sondern auch die Speiseröhre hatte einen Riss von gut 5 cm so dass sein Fressen seitlich am Hals austrat. Da die Dämmerung eintrat konnten wir den Strauß nur noch notdürftig verbinden.

Die nächsten Tage verhielt sich dieser Strauß normal, so wie die anderen Strauße auch. Er fraß und trank und war mit den anderen Straußen zusammen. Die Wunde schien sich jedoch nicht zu verschließen, so dass wir, um den Strauß nicht zu verlieren einen Tierarzt holen mussten, der die Speiseröhre näht.

Bisher mussten wir noch nie ein Tier in Narkose legen. Diesmal kamen wir jedoch nicht drum herum.

 

Verletzter Strauß wird von der Weide geholt

Sein Fressen tritt seitlich aus

Säubern der Wunde

Wunde wird mit resorbierbaren Fäden genäht

Fertig verschlossene Wunde

Der Tierarzt, obwohl selbst noch nie einen Strauß narkotisiert erledigte seine Arbeiten sehr kompetent und gewissenhaft. Die OP dauerte nahezu 1,5 Stunden und es musste 3 mal die Betäubung nachgespritzt werden. Nach max. 16 Stunden nach der Operation hat der Strauß wieder ganz normal gefressen und getrunken.

Nach einer heutigen abschließenden Begutachtung war selbst die Tierärztin Regine Reda (Cel. No. 0971 255 444) sehr erstaunt, wie gut die Wunde verheilt ist.

Wunderbaum Moringa?

Juni 23, 2011

Moringa-InfoblattMoringa-Produkte

 

Vor wenigen Wochen bekamen wir von einem Straußenkäufer aus dem Süden Paraguays oben abgebildete Moringa-Produkte, ein Infoblatt über die Inhaltsstoffe der Moringabaumblätter sowie 3 kleine Moringa-Oleifera Bäumchen geschenkt.

Es ist sehr interessant und wirklich lohnenswert sich im Internet über diesen Wunderbaum zu informieren.

Allein schon die Blätter dieses Baumes enthalten in sehr konzentrierter Form Mineralien und Vitamine, die der menschlichen Körper sehr gut aufnehmen und verwerten kann.

So enthalten die frischen Blätter 2 mal mehr Proteine (Eiweiß) als Joghurt, 4 mal mehr Vitamin A als Karotten, 7 mal mehr Vitamin C als Orangen, 4 mal mehr Calcium als Milch sowie 3 mal mehr Kalium als Bananen.

Die getrockneten Blätter enthalten 9 mal mehr Proteine als Joghurt, 10 mal mehr Vitamin A als Karotten, 17 mal mehr Calcium als Milch, 15 mal mehr Kalium als Bananen und 25 mal mehr Eisen als Spinat.

Aus den Samen dieses Baumes kann man nicht nur hochwertigen Bio-Diesel herstellen, sie dienen auch zur Wasserreinigung  sowie Keim- und Bakterienabtötung. Schon 1/10 Gramm gemahlener Samen reichen aus, um 1 Liter Wasser zu reinigen d. h. auch die darin enthaltenen Keime und Bakterien abzutöten.

Wir hatten irgendwann schon einmal von diesem Wunderbaum gehört der ursprünglich aus dem Himalaya-Gebirge stammt. Doch bisher weder Baum noch sonstige Produkte gesehen.

Nun sind wir gespannt wie schnell der Wunderbaum wächst. Denn im ersten Jahr so heißt es soll er 6 – 8 Meter hoch werden.

Moringa-Oleifera-Bäumchen

Heute war ein trauriger Tag …

Juni 16, 2011

… seit ungefähr 3 Wochen geht es unserem Moshi nicht gut. Zuerst hatte er nur eine kleine Wunde am Kopf. Täglich verschlechterte sich sein allgemeiner Zustand. Die Wunde wollte nicht heilen. Hinzu kam dass er immer schlapper wurde und unangenehm roch. Seit Sonntag fing er an sich zu erbrechen und wollte auch nicht mehr fressen. Er jammerte und winselte immer wieder aufs Neue.  

Wir befürchteten dass er einen Leishmaniose-Rückfall hat. So riefen wir einen Tierarzt an.

Dieser kam heute und bestätigte leider unsere Befürchtungen. Da wir bei Moshi den Eindruck hatten, er hat sehr Schmerzen und fängt an sich innerlich aufzulösen trafen wir die Entscheidung, ihn von seinen Qualen zu befreien.

Der Tierarzt setzte alle erforderlichen Spritzen und Moshi schlief ein.

Wir sind sehr traurig darüber, dass wir nun unseren zweiten Hund durch diese heimtückische Krankheit verloren haben.

Moshi wenige Minuten vor seinem Tod

Wir bauen eine Siloanlage

Juni 6, 2011

Auch in Paraguay steigen die Preise. Nicht nur Lebensmittel- und Benzinpreise sind gewaltig angestiegen. Auch die Tierfuttermittel haben in den vergangenen Monaten angezogen. Da wir inzwischen nicht wenig Tiere zu versorgen haben macht man sich Gedanken darüber, wie und wo man Kosten sparen kann. Zum einen natürlich durch die Abnahmemenge und zum andern kauft man die Futtermittel zu dem Zeitpunkt wo sie am günstigsten sind. Sprich während bzw. direkt nach der Ernte.

Allerdings muss man dann über genügend Lagermöglichkeiten verfügen, da nicht nur unsere Tiere ihr Futter lieben sondern auch viele unerwünschten Nager.

Bisher haben wir die Futtermittel in Säcken auf Bodenpaletten gelagert. Mit dem Ergebnis, dass man der Rattenplage fast nicht mehr Herr wurde und viel Geld in Rattenfallen und -gift investieren musste.

Ein Freund brachte uns auf die Idee mit den Sacksilos. Dies ist eine relativ günstige Methode, um Futtermittel zu lagern und nicht Unsummen in aufwändig gebaute Silos zu investieren. Auch hat er uns ein Körnergebläse samt Sackwaage aus Deutschland vermacht, so dass wir die Futtermittel mühelos in die Silos befördern können.

Silo

So sieht ein Silo aus.

Bau Silogestell

Nun ist Lothar dabei genügend Gestelle für die Hängesilos zu bauen.

 

 

Immer Ärger mit dem Internet oder …

Juni 4, 2011

… die “never-ending story geht weiter” … (siehe Rundbrief No. 2)

seit ungefähr 2 Jahren haben wir via USB-Modem Zutritt ins Internet. Berauschend war die Internetgeschwindigkeit nie wirklich. Seit etlichen Monaten ist die Geschwindigkeit zu fast allen Tages- und Nachtzeiten jedoch so langsam geworden, dass man um den Computer besser einen großen Bogen macht.

Da dies jedoch auch nicht die Lösung des Problems zu sein scheint (Tagebuchleser beschweren sich, dass keine neuen Artikel mehr eingestellt werden, die Nerven liegen blank, wenn e-mails beantwortet werden müssen und nichts geht …) haben wir uns bei Tigo, unserem Internetanbieter nach anderen Möglichkeiten umgehorcht.

Empfohlen wurde uns ein Internetmasten. Nach Auskunft der jungen, netten, frischlackierten Dame auch völlig gratis und innerhalb 48 Stunden aufgestellt und funktionsfähig.

Also leisteten wir ungefähr 20 Unterschriften um alle hierfür notwendigen Formulare auszufüllen und warteten ab, denn es hieß ja innerhalb 48 Stunden. Nach ca. 78 Stunden kam der erste Telefonanruf und die Bestätigung, dass wir einen Internetmasten bestellt hatten. Genau einen Tag später kam dann eine Monteurskutsche von Tigo mit zwei Monteuren.

Wir freuten uns schon und dachten jetzt geht es los. Aber nein, sie waren nur gekommen um die genauen GPS-Daten aufzunehmen und die Höhe des Mastens zu bestimmen. Also hieß es weiter warten.

Als dann wieder über eine Woche lang nichts geschah gingen wir nochmals zur Hauptstelle von Tigo in Asuncion um nachzuhaken warum der Masten immer noch  nicht steht. Nach einigem hin und her kam dann heraus, dass die Finanzierung des Mastens nicht geklärt war.

Wieso?!? Dachten und sagten wir, gibt es doch nichts zu klären, bei der Bestellung sagte uns doch die Dame der Masten wäre umsonst.

Nein, nein! So ist das ja nicht, versicherte uns nun eine andere Dame. Die ersten 12 Meter sind gratis. Danach kostet jeder Meter 98.000,- Gs.

Da wir einen 26 Meter hohen masten benötigen heißt das, 14 Meter bezahlen. Wir erklärten uns gezwungener Maßen damit einverstanden, denn wir wollten ja auch dass die Sache voran geht und wir endlich eine schnellere Internetverbindung haben.

3 Tage später kam dann wieder eine Monteurskutsche. Diesmal tatsächlich mit einem Masten auf der Camionetta. Der Standort wurde festgelegt und der Masten endlich (3 Wochen waren inzwischen vergangen) trotz bewölktem Wetter aufgebaut.

 Aufbau Internetmasten 26 m

Nun steht er da, der Internetmasten, 26 Meter hoch …  nur Internetzugang haben wir immer noch nicht. Der hierfür zuständige Techniker wird sich in den nächsten Tagen bei uns melden hieß es.

Also wieder warten. Tage vergingen. Über eine Woche rührte sich nichts. Wieder zu Tigo nach Asuncion. Diesmal hieß es, wir hätten den Standort des Mastens selbst bestimmt, der Masten wäre über 140 Meter vom Haus entfernt und das liegt ausserhalb den Bestimmungen von Tigo deswegen würde kein Equipment für den Internetempfang installiert. So steht es in dem Bericht des Monteurs. Eine glatte Lüge!!! Bis zum Haus sind es max. 70 Meter. Hiervon ließ sich der junge Tigo-Herr jedoch nicht überzeugen. Da es keinen Wert mehr hatte weiter mit ihm zu diskutieren verlangten wir seinen Vorgesetzten. Eine Supervisora erschien.

Wir erklärten ihr den tatsächlichen Sachverhalt und siehe da, alles kein Problem, es wird sofort veranlasst, dass ein Techniker vorbeikommt. Am nächsten Tag erschien dann auch besagter Techniker. Sie inspizierten alles genaustens und stellten fest, dass sie das Empfangsequipment nicht installieren können. Tigo-Bestimmung wäre, dass die Kabel in Rohren liegen müssten. Erst wenn die Rohre im Boden liegen können sie die Kabel einziehen. Sie ließen sich auch nicht davon überzeugen, dass wir die Kabel selbst in die Rohre legen würden und zogen unverrichteter Dinge ab.

Damit wir nun endlich eine schnellere Internetverbindung  haben bereiteten wir nun alles den Tigo-Bestimmungen gemäß vor. Nach einer weiteren Woche kam ein weiteres Techniker-Team zogen Kabel in die vorbereiteten Rohre und installierte endlich die erforderlichen Gerätschaften. Allerdings fand diese Technikertruppe kein Internetsignal. Weder von Emboscada noch von Altos. Der Masten wäre nicht hoch genug hieß es. Also wurde das gesamte Equipment samt Kabel  wieder abgebaut. Wieder hieß es zu Tigo nach Asuncion. Unsere Nerven lagen schon mehr als blank und allein der Name Tigo löste schon ein sich aufregen aus.  

Jedenfalls kam am selben Tag ein weiteres Technikerteam und welch Wunder sie fanden tatsächlich ein brauchbares Internetsignal. Die Notebooks unserer Töchter funktionierten einwandfrei und sie freuten sich nun über mehr Internetfreiheit zu Facebook, Twitter usw.

Nur unser Rechner im Büro konnte keine Verbindung zur W-LAN Antenne herstellen. Aber dies ist eine andere Geschichte die zu lösen nochmals 2 Wochen gedauert hat.

Tigomasten mit Empfangsteil

6 Wochen waren nun seit Beantragung des Internetmastens vergangen.

Wie war das?!?   Es hieß doch 48 Stunden!!!