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… und wieder einmal Moshi …

Mai 2, 2010

 

Moshi mit dicker Backe   Moshi mit seinem Trichter

… Anfang Dezember des vergangenen Jahres hatte Moshi ein dickes Eitergeschwür an seiner linken Backe. Er wurde operiert und gleichzeitig entnahm man ihm Blut für eine Blutanalyse. Bei dieser Analyse wurde er auf Leishmaniose positiv getestet.

Um unseren Moshi nicht zu verlieren kauften wir ihm ein teures Medikament mit dem Namen Impavido, welches unserem Schäferhund Evo auch geholfen hatte. Nur was man uns nicht verraten hatte, die Dosierung jeder einzelnen Kapsel war damals um das 5-fache höher. Statt 10 mg Miltefosina waren 50 mg pro Kapsel enthalten. Der Preis für eine Packung belief sich damals auf ca. 2,3 Millionen Guaranies. Für die Packung mit 10 mg zahlten wir immer noch 1,7 Millionen Guaranies. Nur mit dem Unterschied, dass man nun noch hätte 4 weitere Packungen zusätzlich kaufen müssen.

Diesen Preis (6,8 Millionen Gs zusätzlich) waren wir jedoch nicht bereit zu bezahlen. So überlegten wir, was wir noch tun könnten.

Nur wenige Wochen zuvor hatte ein Gast ein Buch über Alternativmedizin dabei, welches wir gelesen hatten. Es hieß ”MMS – Der Durchbruch” von Jim Humble. Es handelt sich hierbei um Tropfen die aus Natriumchlorit und einer Lösung aus Zitronensäure hergestellt werden.

So flößten wir Moshi 4 Wochen lang 3 x täglich diese Tropfen ein und hofften auf Besserung. Stattdessen ging es Moshi immer schlechter. Er war sehr schlapp, lag nur noch herum und er magerte sehr sehr ab. Zusätzlich hatte er noch Parasiten, was wir an seinem schleimigen und blutigen Stuhl erkannten. Wir holten den Tierarzt aus dem Dorf, der ihm ein Antiparasitenmittel spritzte und dabei entdeckte, dass Moshi´s Backe an der gleichen Stelle wie im Dezember dicker wurde.

Diesmal ging es rasend schnell. Innerhalb von einer Woche war dies eine dicke fette Knolle. Wir stellten uns die Frage ob wir Moshi nicht besser einschläfern lassen sollen.

Im Internet las ich, dass es ein weiteres Mittel zur Behandlung von Leishmaniose gibt. Dieses Mittel heißt Glucantime und ist nicht ganz so teuer wie Impavido.

Wir brachten Moshi zu Doktor Weiss nach Asuncion zur Behandlung. Dieser erklärte uns, dass er Moshi so auf keinen Fall behandeln kann. Er bräuchte erst die Leber- und Nierenwerte. Dann kann er sagen, ob der Hund die OP überhaupt überstehen würde bzw. ob eine Leishmaniosebehandlung mit Glucantime erfolgreich sein könnte.

Um die Geschichte kurz zu machen, wir konnten Moshi am nächsten Tag bei Dr. Weiss in Asuncion abholen. Die dicke Eiterknolle wurde ausmassiert und wir bekamen 2 Packungen Glucantime (Kosten 800.000,-) Gs  mit um die Leishmaniose zu behandeln. Er bekommt nun täglich eine Spritze mit 3,5 ml Glucantimelösung. Schon nach 2 – 3 Tagen konnten wir die ersten Anzeichen einer Besserung sehen. Inzwischen hat er schon wieder sehr an Gewicht zugelegt und auch sein allgemeiner Zustand hat sich sehr verbessert. Er hat Appetit, ist ausgelassen, geht morgens und abends wieder den Rundgang ums Gelände mit und tobt mit seiner Hundefreundin Condi herum.

Wir sind jedenfalls sehr froh darüber, dass es unserem Moshi trotz Leishmaniose positiv wieder gut geht und wir ihn nicht einschläfern lassen mussten.

         Moshi im Garten

Toby und die Schokoladenfabrik …

April 25, 2010

    

… am Freitag, den 09. April war es soweit. Tobias Müller, ein Schweizer, der am 24. Juni 2009 mit seiner Familie in Paraguay einreiste, feierte die Einweihung seiner Schokoladenfabrik “Premium Sabores”.

Eröffnungsrede 

Mit einer feierlichen Eröffnungsrede wurde kurz die Lebensgeschichte von Tobias, seine Leidenschaft zur Schokolade und seinem Bezug zu Paraguay erzählt.

Eröffnungsrede von Salvador Invernizzi

Auch der Wirtschafts-Vizeminister (viceministro de industria) Salvador Invernizzi hielt eine kurze Eröffnungsrede, in der er den Mut und das Engagement der Familie rühmte und ihnen allen Erfolg mit ihrem kleinen Unternehmen wünschte.

 Führung durch die Produktionsstraße Röstmaschine für Haselnüsse Walzmaschine Tobias an der Abfüllanlage für Schokocreme 

Im Anschluss daran gab es für die zahlreichen Besucher eine Führung durch die Produktionsstätte, wo jeder eine Kostprobe der leckeren Schokoladencreme erhielt.

 Musikband Genaro Caniza

Für das leibliche Wohl der Gäste wurde bestens gesorgt. Eine Musikband aus Altos spielte bis in die späten Abendstunden. 

Wir freuen uns, dass Familie Müller es innerhalb von nicht einmal 10 Monaten geschafft hat ihre Fabrikhalle, die Produktionsstraße und den Vertrieb ihres Produktes, eine Schokoladencreme als Brotaufstrich aufzubauen und zu vermarkten. Besonders freuen wir uns jedoch, dass es Leute sind, die einen Betrieb aufbauen und so einen positiven Beitrag leisten, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu steigern.

Wir Wünschen ebenfalls allen nur möglichen Erfolg!!!

Schokocreme "Choconut"

Premium Sabores, Nueva Colombia, Barrio Maria Auxiliadora, Camino a Paso Pe No. 151, Dep. Cordillera,

Telefon 0570 216 101

Unser 1. Traktor

April 21, 2010

 Unser 1. Traktor

Um dem wuchernden Gras auf den Straussenweiden Herr zu werden haben wir uns im Januar einen kleinen Rasenmähertraktor von John Deere zugelegt.

 

Auf der Straussenweide

Da wir doch recht große Flächen zu mähen haben ist es so ganz das “Optimale”  nicht, aber es funktioniert soweit gut. Mit seiner Schnittbreite von 1.2 m und 22 PS mäht er doch ordentlich was weg. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass man mit dem kleinen Rasenmähertraktor recht dicht um Bäume und sonstige Hindernisse mähen kann.

… wie die Zeit vergeht …

April 18, 2010

… schon mehrfach wurden wir nun darauf aufmerksam gemacht, dass seit Wochen kein  Eintrag auf unserem Online-Tagebuch eingestellt wurde.

Dies lag daran, dass wir in der Nachsaison noch sehr viel Arbeit hatten und zu unserem Gästebetrieb-Alltag zusätzlich der normale Schulalltag hinzukam. Wir fanden schlicht und einfach keine Zeit, um Einträge ins Tagebuch zu machen. 

Nun ist die Saison so gut wie abgeschlossen, und wir werden die vergangenen uns wichtigen Ereignisse  ein wenig nachholen. 

 

 

 

 

 

Ferienende – Saisonende – Schulbeginn

Februar 28, 2010

 

 

Itaipu by night

 

Leider sind die langen, aber doch immer zu kurzen Ferien schon wieder zu Ende und der Alltag hat uns wieder. Über Langeweile konnten wir nicht klagen, denn wir hatten stets alle Hände voll zu tun. Die Gäste wollten versorgt werden und ebenso alle Tiere die auf unserer Farm leben.

 

 Silvesteressen Mitternachtsbowle am Quincho Showeinlage Sylvester Löwe spring ...

 

Unsere Oma, Mutter und Schwiegermutter hat uns dabei tatkräftig unterstützt. Auch unseren Gemüsegarten hat sie wieder auf Vordermann gebracht. Ende Januar musste sie uns dann leider wieder verlassen. 

 

Allabendlicher Küchenputz Gemüsegarten Wie schön alles wächst Letzte Anweisungen zur Gartenpflege von Oma

 

Unseren beiden Schäferhunden war es die vergangenen Wochen ebenfalls sehr heiß, so dass wir ihnen gelegentlich mal einen Badetag einräumen mussten. Die letzten beiden verbliebenen Welpen von unserer Schäferhündin haben auch ein neues zu Hause gefunden. Sehr zum Leid unserer jüngsten Tochter, die quasi die Zweitmutter der Welpen war.

 

          Badetag   Ein schattiges  Plätzchen   Condi mit ihren letzten 2 Welpen

 

 

Ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk …

Februar 27, 2010

Alles Gute Janine!

 

… erhielt unsere Tochter zu ihrem 16. Geburtstag von einem Gast.

Glasermeister Hans Joachim, dessen Hobby die Tiffany-Glaskunst ist, kam auf die  Idee, unsere eingestaubte Tiffany-Ausrüstung durch einen Tiffany-Kurs, den er unserer Tochter zum Geburtstag schenken wollte, zu neuem Leben zu erwecken. 

Glasermeister Hans in seinem Element

So wurde zuerst das Motiv herausgesucht und dann unter fachmännischer Anleitung von Hans Joachim durch stundenlange Arbeit das Glas geschnitten, gebrochen, geschliffen, mit Kupferfolie eingefasst und verlötet.

Dafür dass es ihr erster Versuch war sieht der Vogel schon sehr gut aus. Er hat inzwischen auch ein Plätzchen in unserem Haus gefunden und verschönert nun unsere Eingangstür!

So schneidet man Glas ... ... und so wird es gebrochen Glasteil für Glasteil ... ... ergibt es  einen schönen bunten Vogel

 

Schöne Aussicht!!!

Januar 22, 2010

3 Jungstrauße

 

Seit wenigen Tagen haben wir 3 neue Zaungäste vor unserer Wohnzimmerterrasse. Die letzte freie Weide direkt unterhalb unseres Hauses und seitlich an die Poolanlage angrenzend wurde nun mit 3 Jungstraußen belegt. Sie sind sehr neugierig und fühlen sich wohl auf  ihrer neuen Weide.

Künstlerin zu Gast

Januar 20, 2010

Künstlerin Monika 

In den vergangenen Tagen hatten wir eine Künstlerin aus Deutschland zu Gast, die es sich nicht nehmen ließ ihrer Malkünste auf einigen Straußeneiern zu verewigen.

                          

Straußenhahn und Henne

 

Afrika-Landschaft

 

Sogar unser Moshi durfte auf ein Straußenei.

 

Unser Moshi auf einem Straußenei

Subtropisches Klima

Januar 13, 2010

                            Maispflanzen  Mandiokapflanzen

 

Dank der vielen Regenfälle in diesem Sommer wachsen unsere im Oktober eingesäten Mais- und Mandiokapflanzen sehr gut!!! Auch sind wir sehr froh, dass wir dieses Jahr nicht so viel Zeit in das Gießen unserer vielen Pflanzen, Büsche und Rasen investieren müssen und die ganze Landschaft um uns herum im satten Grün erstrahlt.

 

Zum Pool

 

Sehr beeindruckt sind wir auch immer wieder von den Naturschauspielen die sich nach solchen Regenfällen bieten wie hier der Regenbogen, der komplett unser Haus einrahmt.

 

Regenbogen

 

Die hohe Luftfeuchtigkeit macht jedoch sehr zu schaffen! Das sind keine Temperaturen zum Arbeiten!!! Da kann man die Paraguayer verstehen, die lieber vor ihrem Haus sitzen und Tereré trinken.

 

“Alt” gegen “Neu”

Januar 12, 2010

 

 

Mbuni-Bus  klein aber fein!  Muy picanto!!!

 

Zum Jahresende mussten wir uns leider von unserem Mbuni-Bus, ein Mitsubishi Delica trennen. Mit fast 14 Jahren und knapp 200.000 km Laufleistung standen  ständig neue Reparaturen an. So haben wir uns dazu entschlossen dieses sich zur Spardose entwickelnden Fahrzeug zu verkaufen und uns ein “zero km” Auto anzuschaffen. Da Gebrauchtwagen in Paraguay noch recht hoch gehandelt werden (in Deutschland wäre dies Fahrzeug wohl schon längst im Zuge der Abwrackprämie verschrottet worden) mussten wir zum Verkaufspreis unseres alten Fahrzeugs nochmals den in etwa gleichen Betrag drauflegen. Unser neuer “Kia picanto” ist zwar einiges kleiner, dennoch haben wir mit 4 Personen bequem darin Platz. Mit 6 ltr. auf 100 km ist es doch um einiges sparsamer was uns für unsere täglichen Schulfahrten sehr entgegen kommt.